Landschaftsfotografie

Wer kennt nicht die atemberaubenden Ansichten eines Bergmassives, dessen Spitzen von der gerade aufgehenden Sonne in Feuerrot getaucht werden? Landschaftsfotografie ist der Landschaftsmalerei durchaus ähnlich. Auch hier versuchen die Fotografen, ein Bild einer Landschaft zu schaffen, aber kein Abbild.

Bei der Landschaftsfotografie brauch man vor allem eines: Geduld. Um das oben genannte Bergmassiv zu fotografieren, kann es Tage dauern, bis keine Wolken da sind und die Sonne am richtigen Punkt steht. Was oft einfach aussieht, braucht – wenn es Profis machen – unter anderem wochenlange Vorbereitung. Man muss sich mit der Landschaft auseinandersetzen, sie aus verschiedenen Perspektiven zu verschiedenen Tageszeiten – manchmal auch Jahreszeiten – sehen.

Technisch benutzen Landschaftsfotografen meistens Weitwinkel, die aber nicht zu sehr an den Rändern verzerren dürfen. Deswegen scheiden Fischaugenobjektive auch aus. Wer nicht gerade einen Schnappschuss machen will, wird auch ein Stativ dabeihaben. Damit kann man auch bei schwierigen Lichtbedingungen noch scharfe Bilder machen.

Was macht ein gutes Landschaftsfoto aus?

Fotos, die eine Stimmung rüberbringen und Emotionen wecken, sind immer gute Fotos. Sie können auch Sehnsucht erzeugen oder gar Ärger, wenn man zum Beispiel abgeholzte Waldgebiete in Indonesien fotografiert. Ein gutes Foto löst beim Betrachter etwas aus. Es gibt aber auch technische Anforderungen: So sollte es in allen Ebenen scharf sein und lebhafte Farben haben. Hinzu kommt, dass man Tiefe erzeugen sollte. Ein Landschaftsfoto soll nicht flach sein, sondern den Anschein erwecken, der Betrachter könne in die Landschaft eintauchen. Ein Landschaftsfoto kann auch künstlerisch sein, beispielsweise wenn der Regen die Landschaft ergrauen lässt, aber einige Bäume mit Herbstlaub als Farbtupfer dem widerstehen.

Welche Ausrüstung braucht man?

In der Natur der Landschaftsfotografie liegt es, dass man meistens im Freien ist. Man sollte also auf jeden Fall einen Regenschutz haben, auch für die Kameraausrüstung. Weniger ist manchmal mehr, vor allem wenn man lange Wanderungen macht. Es braucht nicht vier Kameras und alle Objektive, die man hat. Wer sich vorher überlegt, was fotografiert werden soll, weiß auch, welches Equipment mitgenommen werden soll. Ein Blitz zum Beispiel ist weniger gut geeignet. Dafür kann man nicht genug Akkus und Speicherkarten dabei haben. Das Handy sollte voll geladen sein und eine externe Batterie kann auch nicht schaden.

Man sollte auf jeden Fall wissen, wie die Kamera bedient wird. Wer sich eine neue Spiegelreflexkamera zugelegt hat, sollte erst etwas mit dem neuen Apparat üben und das Handbuch durchlesen. Es empfiehlt sich auch, im Internet nach Videos von anderen Fotografen zu suchen, die mit diesem Modell schon Erfahrungen gemacht haben.

Am besten ist es, ein paar Testaufnahmen vor der eigenen Haustür zu machen, um die Kamera besser zu verstehen. In der Natur hat man oft keine Zeit, verschiedene Einstellungen auszuprobieren, wenn ein Regenbogen gerade am Himmel ist oder die Morgensonne durch die Wolken bricht. Dann zählt jede Sekunde.